Biografie

Joel von Lerber zählt zu den führenden Harfenisten seiner Generation. Als Solist konzertiert er mit Orchestern in Europa, Asien und Amerika, darunter das Konzerthausorchester Berlin, das İzmir State Symphony Orchestra, das State Hermitage Orchestra in St. Petersburg, das Mexico City Symphony Orchestra, das Haifa Symphony Orchestra, das Zabrze Philharmonic Orchestra sowie das Wuxi Symphony Orchestra in China. Weitere Solokonzerte führten ihn zu den Thüringer Symphonikern, den Brandenburger Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Vorpommern, dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau, dem Berner Kammerorchester, der Kammerphilharmonie Graubünden und dem Orchestre de Chambre de Fribourg. In der Saison 2023/24 war er Artist in Residence der Filharmonia Zielonogórska in Polen.

Darüber hinaus trat Joel von Lerber als Solist mit dem Berliner Staatsballett in der Deutschen Oper Berlin auf und ist regelmäßig als Recital-, Kammermusik- und Solokünstler in renommierten Konzertsälen und bei internationalen Festivals zu Gast.

Seit September 2024 ist Joel von Lerber Dozent für Harfe an der School of Music der Chinese University of Hong Kong, Shenzhen.

Geboren in der Schweiz, erhielt Joel von Lerber seinen ersten Harfenunterricht im Alter von sechs Jahren am Konservatorium Bern bei Nathalie Chatelain und Simon Bilger. Sein Studium absolvierte er zunächst bei Prof. Sarah O’Brien an der Hochschule für Musik Basel, wo er den Bachelor of Arts in Music mit Auszeichnung abschloss. Anschließend studierte er an der Zürcher Hochschule der Künste und erwarb den Master of Performance, ebenfalls mit Auszeichnung. Danach setzte er seine Ausbildung bei Prof. Maria Graf an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin fort und schloss sowohl den Master of Music als auch das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Sein Abschlusskonzert im Jahr 2019 markierte zugleich sein Debüt als Solist mit dem Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus Berlin.

Künstlerische Impulse erhielt Joel von Lerber zudem von renommierten Musikerpersönlichkeiten wie Helga Storck, Isabelle Moretti, Jana Boušková, Xavier de Maistre und dem Pianisten Pavlin Nechev.

Joel von Lerber ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der Erste Preis beim Internationalen Franz Josef Reinl-Stiftung Harfenwettbewerb, der Erste Preis sowie der Publikumspreis beim Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb, der Zweite Preis beim Internationalen Harfenwettbewerb in Akko (Israel), der Zweite Preis sowie der Orchester-Sonderpreis beim Michał-Spisak-Internationalen Musikwettbewerb in Polen, der Zweite Preis beim Mexico International Harp Competition, der Dritte Preis beim Golden Harp Competition in St. Petersburg sowie der Sechste Preis beim USA International Harp Competition in Bloomington (Indiana). Darüber hinaus wurde er mehrfach mit renommierten Förderstipendien der Stiftung Kulturprozent der Migros sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet.

Neben seiner Solokarriere ist Joel von Lerber ein gefragter Orchestermusiker. Er gastierte unter anderem bei der Komischen Oper Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Sinfonia Varsovia, dem Musikkollegium Winterthur, dem Schleswig-Holstein Festival Orchestra, dem Orchestre de l’Opéra de Rouen, dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck, dem Staatstheater Braunschweig, dem Berner Kammerorchester sowie bei musicAeterna unter der Leitung von Teodor Currentzis.

Joel von Lerber arbeitete mit zahlreichen Radio- und Fernsehsendern für Konzertübertragungen, Aufnahmen und Interviews zusammen. Seine Diskografie umfasst zwei vielbeachtete Soloalben, auf denen er sowohl das klassische als auch das zeitgenössische Repertoire der Harfe präsentiert.

Als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker, Interpret und Pädagoge ist Joel von Lerber regelmäßig auf internationalen Konzertbühnen und bei Meisterkursen zu erleben und setzt sich mit großer künstlerischer Leidenschaft für die Weiterentwicklung und Sichtbarkeit der Harfe als Soloinstrument ein.


Auszeichnungen

 

2018 (Nov.)

2. Preis beim International Harp Contest in Israel und Spezialpreis für die beste Interpretation der Moldau von Bedrich Smetana und Spezialpreis für die beste Interpretation vom israelischen Pflichtstück "Hed Meruchak" von Joseph Bardanashvili

 

2017 (Nov.)

2. Preis beim Mexico International Harp Competition, Mexico City, Mexiko

 

2015 (Sep.)

2. Preis beim Michal Spisak International Music Competition in Dabrowa Gornicza, Polen und Spezialpreis des Philharmonieorchesters Zabrzanska, Polen

 

2014 (Sep.)

3. Preis beim International Golden Harp Competition in St. Petersburg, Russland

 

2014 - 2018 

Stipendiat des DAAD

 

2013 (Dez.)

Gewinner eines Studienpreises und Aufnahme in die Konzertvermittlung des Migros-Kulturprozents, Schweiz

 

2013 (Juli)

6. Preis am USA International Harp Competition in Bloomington, IN, USA

 

2013 (Juni) 

1. Preis und Publikumspreis beim Internationalen Louis Spohr Wettbewerb in Kassel, Deutschland

 

2012 (Nov.)

Gewinner eines Studienpreises des Migros-Kulturprozents in Zürich, Schweiz

 

2011 (März)

1. Preis beim Internationalen Franz Josef Reinl-Stiftung Harfenwettbewerb in München, Deutschland

 

2008 (Mai)

1. Preis und Sonderpreis der Credit Suisse im Finale des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs in Hünendorf, Schweiz